NATO Gegengipfel fordert die Überwindung des Militärbündnisses und die Schaffung eines zivilen Sicherheitssystems

Warschau/ Sechs Polnische Organisationen aus der Friedens- und sozialen Bewegung sowie das internationale Netzwerk No to War – No to NATO veranstalteten von 8.-10.Juli 2016. in Warschau den NATO Gegengipfel „No to War – No to Militarism – Help for  Refugees“. Ziel der Veranstaltung war und  bleibt die Überwindung des größten Militärbündnisses der Welt, das weltweit permanent in Kriege verwickelt ist.

Es diskutierten auf dem Gegengipfel mehr als150 Personen aus 18 Ländern, unter anderem aus Russland, den USA, Tschechien, Ukraine, Polen, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Belgien und Spanien über die aktuellen Kriege und Konflikte, über die Gestaltung des Frieden, soziale Gerechtigkeit und gemeinsame Sicherheit in Europa. Besorgnis rufen die aktuellen Gefahren des verstärkten Militarismus im Osten Europas, besonders durch die Truppenpräsenz, die aggressiven Manöver und den Raketenabwehrschirm der NATO, hervor. Szenarien bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa“ sind zu befürchten.

Die TeilnehmerInnen waren sich deshalb einig, die internationale Friedensbewegung steht vor einer großen Herausforderung. Die von der NATO mit herbeigeführte Konfrontation mit Russland, die globalen Rüstungsvorhaben wie der Raketenabwehrschirm und die Modernisierung der Atomwaffen müssen beendet werden, damit ein Prozess der Kooperation in Europa wieder eine Chance bekommt. Die Dislozierung von NATO-Militärstrukturen an die Westgrenze Russlands sowie die russischen Gegenreaktion birgt die Gefahr eines bewusst oder versehentlich angezettelten Krieges. Ein gemeinsames, kooperatives Sicherheitssystem welches sich an den Bedürfnissen der Menschen richtet ist die Alternative.

Eine intensivere internationale Vernetzung der Friedens- und sozialen Bewegungen  und eine notwendigen Vernetzung mit Osteuropa und Russlands war Ziel dieses Treffens, das am Samstag mit einer Friedensdemonstration, sowie am Sonntag mit einer Strategiedebatte der internationalen Friedensbewegung zu Ende ging.

 

Mitglieder der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) haben bei der Konferenz  die Teilnehmer/Innen nach nach Lesbos zu einem  internationales Solidaritätstreffen „Fluchtursachen überwinden  -für ein Menschenrecht auf Frieden“ (Konferenz, Konzert und Aktionen) für Oktober 2016 auf die griechische „Flüchtlings – Insel“ eingeladen.

Das Theodorakis Ensemble brachte bei der Abschlusskundgebung in Warschau mit einem Liedprogreamm die musikalischen Grüsse des griechischen Komponisten, der die Schirmträgerschaft für dieses Treffen übernehmen soll.

Mit freundlichen Grüssen aus  Warschau, Henning Zierock, GKF

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