Internationaler Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2019 / Aufruf und Infos

Liebe Mitstreiter/innen für die Durchsetzung der Menschenrechte,
am 10. Dezember 1948 wurde von den Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Mehr als 70 Jahre danach sind wir immer noch weit entfernt von der Verwirklichung aller Menschenrechte. Das „Recht auf Leben“ wird in Kriegszeiten außer Kraft gesetzt und muss durch die Anerkennung eines „Menschenrechts auf Frieden“ durchgesetzt werden: KRIEGE MÜSSEN ILLEGAL WERDEN! WhistleblowerInnen, Menschen die zum Beispiel Kriegsverbrechen öffentlich gemacht haben, werden verfolgt – nicht die Verursacher. Die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Deshalb rufen wir auf zu Kundgebungen am Internationalen Tag der Menschenrechte!
An diesem Tag gibt es in zahlreichen Städten Veranstaltungen, u.a. in Berlin, Stuttgart und Tübingen, die von der Gesellschaft Kultur des Friedens in Zusammenarbeit mit Friedens-und Menschenrechtsgruppen organisiert werden.  „Für ein Menschenrecht auf Frieden – Solidarität mit den Whistleblower/innen Assange, Manning, Snowden“ ist das Thema von Kundgebungen , die zur gleichen Zeit um 17 Uhr an zentralen Orten
stattfinden, wie am Brandenburger Tor (Berlin), Stauffenbergplatz (Stuttgart) und Holzmarkt (Tübingen).
Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in London und befürchtet eine Abschiebung in die USA mit einer drohenden Haftstrafe von 175 Jahren oder sogar Todesstrafe. Eine Gerichtsverhandlung dazu gibt es Ende Februar 2020 in London. Zahlreiche Ärzte warnen davor, dass er gesundheitlich die Situation nicht überleben könnte. Eine telefonische Botschaft zu dem Vater von Assage ist vorgesehen.
Mit freundlichen Grüßen, Henning Zierock, GKF

Interessierte, die am Internationalen Tag der Menschenrechte mitwirken möchten, melden sich bitte bei der Kontaktadresse per email: info@kulturdesfriedens, um eine Übersicht der Aktivitäten zu haben.

Aktuelle Informationen anlässlich des Internationaler Tages der Menschenrechte, 10. Dezember 2019,

Wir erleben eine dramatische Zunahme von kriegerischen Auseinandersetzungen wie z.B. in Syrien, Irak, Jemen, Afghanistan. Mehr als 70 Millionen Flüchtlinge  sind Opfer von Kriegen und Krisen, viele darunter befeuert durch Rüstungsexporte, militärischen Interventionen, Regimechangepolitik. Eine Militarisierung der Außenpolitik soll durch enorme Aufrüstungspläne – auch der NATO-Staaten, vorangetrieben werden, wie dies jetzt  beim 70. Jubiläum der NATO in London zum Ausdruck kam.

Die Volksrepublik China wurde als militärischer Konkurrent ausfindig gemacht, die es neben Russland einzuhegen gilt. In Europa wird im Frühjahr 2020 die NATO mit einer Testmobilmachung gegen Russland den „Ernstfall“ proben. Demnach werden die USA und ihre Verbündeten in Europa mit dem Manöver „Defender 2020“ die militärische Infrastruktur, Kommandostrukturen und Nachschubrouten prüfen, die sie im Laufe der vergangenen Jahre in Osteuropa aufgebaut haben. Wie in einem etwaigen heißen Krieg mit Russland werden in der Übung US-Truppen über den Atlantik nach Europa transportiert, um weiter in Richtung auf die russische Grenze vorzudringen. Die Bundesregierung leistet zu der Maßnahme, die Europa weiter militarisiert und die Spannungen noch stärker anheizt, tatkräftige Beihilfe, indem sie Deutschland gezielt als Dreh- und Angelpunkt der Kriegslogistik ausbaut. Bis zu 20.000 US-Soldaten plus Panzer und weiteres Gerät werden ab Anfang 2020 durch Deutschland nach Polen und in die Baltischen Staaten verlegt werden. Das US-EUCOM, NATO- standort-Ulm, Ramstein und weitere militärische Standorte in Deutschland sollen eine tragende Rolle in der gesamten Koordinierung spielen.

Kontakt: email: info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de

US-Militär ist einer der größten Klimasünder in der Geschichte / Studie über den Zusammenhang von Krieg und Klimazerstörung

Der Weltklimarat erwartet bis 2050 mehr als 150 Millionen Klimaflüchtlinge.
Deshalb wurden bei der Friedensstadt Tübingen 2019  Projekte einer kommunalen Friedenspolitik in Zusammenarbeit u.a. mit DGB und Fridays for Future (FFF) angeregt, durch lokale/internationale Netzwerke  wie z.B eine Intensivierung der thematischen Zusammenarbeit zwischen den Parterstädten Tübingens mit Villa El Salvador(Peru) und FFF (Umwelt/Klima) , Perugia(Italien)  mit Friedensinitiativen und Durham (England) mit der UNI Tübingen in Bezug auf wissenschaftliche Studien über US-Militär  und Klimazerstörung.

Auszug:

Für die globalen logistischen Lieferketten produziert das US-Militär so
viele Emissionen wie Schweden oder Dänemark. Das US-Militär ist einer der größten Klimasünder in der Geschichte, verbraucht mehr flüssige Kraftstoffe und emittiert mehr Kohlenstoff als die meisten Länder, belegt eine neue Studie von Wissenschaftlern der
Durham University und der Lancaster University, die von der Royal
Geographical Society in Großbritannien veröffentlicht wurde.

Die neue Studie ermittelt die Auswirkungen des US-Militärs auf den
Klimawandel durch eine kritische Analyse ihrer globalen logistischen
Lieferketten. Um die globale Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten,
benötigen die Streitkräfte ein ausgedehntes Netzwerk an
Containerschiffen, Lastkraftwagen und Frachtflugzeugen, um so ihre
Niederlassungen und Operationen überall in der Welt mit all jenem zu
versorgen, was vor Ort benötigt wird, von Bomben über humanitäre Hilfe
bis hin zu Treibstoffen.

„Unsere Forschung zeigt durch die Analyse der Lieferketten, dass das
US-Militär ein wesentlicher Akteur beim Klimawandel ist“, sagt Oliver
Belcher von der Durham University. Die Ergebnisse zeigen den enormen
CO2-Fußabdruck des US-Militärs und dessen wesentlichen Einfluss auf den
Klimawandel.

Das US-Militär – einer der größten Klimasünder in der Welt

https://www.heise.de/tp/features/Das-US-Militaer-einer-der-groessten-Klimasuender-in-der-Welt-4455925.html

CO2-Fußabdruck des US-Militärs riesig

https://orf.at/stories/3128002/

Die komplexe Logistik, Kriegsführung und die damit verbundene riesige Infrastruktur – mit treibstoffintensiver Fortbewegung in der Luft, auf dem Boden und auf dem Wasser – führen zu einem enormen CO2-Fußabdruck des US-Militärs. Laut einer aktuellen britischen Studie reiht sich das US-Militär bei der Größenordnung seiner CO2-Emissionen unter die 50 Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoß – noch vor Staaten wie Portugal und Peru.

Verhindern wir eine neue Rüstungsspirale und die Klimazerstörung !
Stoppen wir einen neuen Krieg am Golf !
Klima schützen, Aufstehen für den Frieden und Fluchtursachen überwinden.

Bericht aus Lesbos

Die Gesellschaft Kultur des Friedens grüsst die Teilnehmer/Innen der
Antikriegskundgebungen in Tübingen und Stuttgart aus Griechenland.

Mitglieder GKF sind zur Zeit auf der Insel Lesbos zur Unterstützung von
Solidaritätsprojekten für Flüchtlinge u.a.mit einer Musikschule in „One
Happy Family“, einer “ Friedensschule“ mit zahlreichen kulturellen
Aktivitäten, zu der täglich viele hunderte Flüchtlinge kommen. Dieses
Gelände ist ein Treffpunkt von Flüchtlingen aus allen Kontinenten,
vor allem aus Kriegsgebieten wie Afghanistan, Syrien, Irak
und zahlreichen afrikanischen Ländern und liegt bei Mytilini zwischen
den Flüchtlingslagern Moria und Kara Tepe.

Es ist ein Zentrum der Kultur und Solidarität für und von Flüchtlingen in dem die GKF u.a. mit Finanzierung von Musikinstrumenten, Gitarrenunterricht, Konzerten einen
Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit und kulturellen Verständigung
der Flüchtlinge zu leisten versucht. Die Lebensbedingungen in dem Flüchtlingslager Moria ( EU- Hotspott) ist durch extreme Überbelegung (aktuell ca.10 000, geplant für 3000 Personen) unmenschlich.

Täglich kommen im Schnitt mehr als 100 Flüchtlinge nach Lesbos aus der Türkei.
Heute morgen kamen 14 Boote mit 650 Flüchtlingen in Lesbos an, die nach
wie vor ihr Leben bei der Überfahrt riskieren.

Mitglieder der GKF nahmen am Samstag, 24. August 2019 in Mytilini, der
Hauptstadt von Lesbos an verschiedenen Gedenkfeierlichkeiten für die  am
11. Juni 2019 – 7 Flüchtlinge aus Kongo und Kamerun(2 Kinder und 5
Erwachsene) teil, die vor Lesbos aus der Türkei kommend ertrunken
sind.Zwei Tote konnten erst jetzt in Anwesenheit der Angehörigen
beigesetzt werden. Die toten Flüchtlinge sind auch eine Mahnung an die
verantwortliche Politik, die sich zur gleichen Zeit in Form der G7
Staaten in Biarritz/Südfrankreich tagten.

Die GKF fordert anlässlich des G7 Treffen von der Bundesregierung eine
Politik, die Fluchtursachen, wie wachsende Ungleichheit, Waffenexporte,
kriegerischen Interventionen und Klimazerstörung überwindet und nicht
die Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lässt. Mitglieder der GKF trafen
auf Lesbos in Sikamnia die Besatzung von „Mare Liberum „, des deutschen
Schiffes (Berlin), die Menschenrechtsbeobachtungen in der Ägäis
durchführt, um einen Beitrag zur Lebensrettung auf der
Fluchtroutezwischen Türkei und Griechenland zu leisten, auf der auch
nach dem „EU-Türkei Deal “ zahlreiche Menschen ihr Leben verlieren. Der
Seawatchbootsführer Philipp Hahn war zuvor im Einsatz im Mittelmeer vor
Italien zusammen mit der Schiffskapitänin Carola Rackete.

Der Weltklimarat erwartet bis 2050 mehr als 150 Millionen Klimaflüchtlinge.

Zur Unterstützung des Kultur des Friedensprojekt auf Lesbos bitten wir um
Unterstützung durch Spenden mit dem Vermerk “ Musikschule für Flüchtlinge“
Bankverbindung: Kreissparkasse Tübingen, IBAN DE 07641 500 200000 266088
Gesellschaft Kultur des Friedens.

Henning Zierock, GKF, z. Z. Griechenland , 31.8.2019

 

Programm und Flyer der Friedensstadtwoche Tübingen / Stuttgart 19. – 21. Juli 2019

Der Flyer sowie das Programm kann hier als pdf runtergeladen werden. Weiterverbreitung erwünscht. >> fs-flyer-seite1-druckdaten-2

Friedensstadtwoche Tübingen/Stuttgart 19.-21. Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

 Schwerpunkte der 11. Friedensstadtwoche in Tübingen/Stuttgart sind die Themen Aufrüstung, Kriege, Klimazerstörung und Fluchtbewegungen. Zu diesen Themen gibt es verschiedene Veranstaltungen, wie das Projekt Friedensparlament, Bürger*Innen Forum auf dem Marktplatz, Aktionen, Konzert, Filmvorführung, Musik und eine Antikriegskundgebung vor der US-Kommandozentrale AFRICOM in Stuttgart-Möhringen mit namhaften Persönlichkeiten wie Andrew Feinstein (London), ehem. Politiker aus Südafrika, Rüstungsforscher und Autor des Film Shadow World, Jürgen Grässlin, (Rüstungsexperte), Franz Alt(Klimaexperte) und VertreterInnen verschiedener Organisationen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart Fritz Kuhn wurde bei der Bürgerversammlung in Stuttgart-Möhringen und der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir bei der Auszeichnung seiner  Rede in Tübingen persönlich zur Kundgebung am  AFRICOM eingeladen. Der Bürgermeister der Stadt Palermo, Leoluca Orlando, soll zum Global Town Meeting dazugeschaltet werden.  

Die Friedensstadtwoche wird von der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) in Zusammenarbeit mit verschiedene Initiativen aus dem Bereich Frieden, Menschenrechte, Migration und Flüchtlinge, Umwelt/Klima und soziale Bewegungen organisiert.

Wir bitten um Ankündigung und Berichterstattung.

Der international bekannte Autor Andrew Feinstein(London) nimmt an allen Veranstaltungen in Tübingen/Stuttgart teil und steht bei Interesse nach Absprache für Interviews zur Verfügung. Information und Telefonkontakt anbei.

Mit freundlichen Grüßen, Henning Zierock, (GKF),  Tel.  0172 740 6310

Tübingen

Freitag, 19.Juli, 20Uhr, Gemeindehaus Lamm, Marktplatz

„Projekt Friedensparlament“

Das Projekt soll Möglichkeiten für eine Vernetzung verschiedener gesellschaftlicher Bewegungen aufzeigen, z.B. bei der Überwindung von Klimazerstörung und Krieg. Darüber diskutieren  u.a. Andrew Feinstein (London, Rüstungsforscher, Autor), Franz Alt (Baden-Baden, Autor, Klimaexperte), Jürgen Grässlin (Freiburg, Rüstungsexperte, Lehrer), Moritz Stiepert (DGB, Region Rtlg/Tübingen) mit AktivistInnen unterschiedlicher Initiativen und dem Publikum über konkrete Handlungsstrategien. Im Anschluss an das Bürgerforum auf dem Tübinger Marktplatz, (16 Uhr) gibt es Fahrtmöglichkeiten zum US-AFRICOM nach Stuttgart.

Samstag, 20. Juli, 12 Uhr – Marktplatz Tübingen

„Bürger*Innen Forum“ – Global Town Meeting

Öffentliche Debatte zu den drängenden aktuellen Themen der lokalen und internationalen Politik, an der sich alle Interessierten beteiligen und Aktionsvorschläge einbringen können. Mit Beiträgen von Franz Alt, Jürgen Grässlin, Andrew Feinstein, Friday for Future (angefragt) Heike Kammer (Lateinamerika, International Peace Brigades), dem „Elektronischen Weltorchester“ (Bernd Köhler, Joachim Romeis) und dem Theodorakis Ensemble.

Im Anschluss an das Bürgerforum auf dem Tübinger Marktplatz, (16 Uhr) gibt es Fahrtmöglichkeiten zum US-AFRICOM nach Stuttgart, Antikriegskundgebung 17 Uhr, Filmdiskussion im Welthaus Stuttgart,19.30

 

Sonntag, 21. Juli, 11.30 Uhr – Kino Arsenal, Hintere Grabenstr. 20, Tübingen

Film-Matinee „Shadow World“

Die geheime Welt des internationalen Waffenhandels, Film nach einem Buch von Andrew Feinstein. Dr. Helmut Lohrer (Vorstand des IPPNW) wird den Film moderieren. Andrew Feinstein wird sich der anschließenden Diskussion stellen.Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen

Weitere Termine im Rahmen der Friedensstadt Tübingen/Stuttgart 2019:

 

Stuttgart

 Kundgebung: Kein Krieg gegen den Iran! – Samstag, 20. Juli, um 17 Uhr, vor US-AFRICOM Stuttgart-Möhringen, Plieninger Str. 28

Kein Krieg gegen den Iran! Aus aktuellem Anlass der Kriegsdrohungen der US-Regierung gegen den Iran wird es auch eine Antikriegskundgebung vor der US-Kommandozentrale AFRICOM vor unserer „Haustüre“ zwischen Tübingen und Stuttgart geben. Keine Kriegsinfrastruktur für einen möglichen US-Militärschlag gegen Iran!

Mit Andrew Feinstein, Heike Hänsel (MdB), Franz Alt, Jürgen Grässlin, Henning Zierock, Friday for Future (Angefr.) und weiteren Redebeiträgen und Musik.

Im Anschluss:

Samstag, 20.Juli, 19.30 Uhr Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17, (Globales Klassenzimmer)

Film „Shadow World“ , Die geheime Welt des internationalen Waffenhandels, Film nach einem Buch von Andrew Feinstein (London), der sich der Diskussion stellt.

Gesellschaft Kultur des Friedens, email: info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de

 

weitere Termine in Tübingen

5. Juli – 8. August 2019 – vhs Tübingen, Katharinenstr. 18, EG Ausstellung: „Atomwaffen ächten! Albert Schweitzer und ICAN mahnen“ Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Fr: 8:30 bis 21 Uhr, Wochenende: 9 bis 17 Uhr Veranstaltung der Friedensmahnwache Tübingen, IPPNW, VHS Tübingen 

Friedensstadt Tübingen / Stuttgart – Aktionen und Vorbereitungstreffen

Liebe Friedensbewegte,

die Gefahr einer militärischen Konfrontation seitens der US – Regierung mit dem Iran wächst. Die US Kommandozentralen EUCOM – AFRICOM und Ramstein könnten dabei eine Rolle spielen. Aus diesem Anlass möchte ich Sie/Euch zu einem Vorbereitungstreffen am Mo 1. Juli 2019, 19 Uhr in das Weltcafe am Charlottenplatz 17 einladen, um über die Möglichkeiten der Mitwirkung und Vernetzung verschiedener Bewegungen, anlässlich der angemeldeten Kundgebung/Aktion am Sa 20. Juli 2019 zwischen 17 und 18 Uhr zu beraten. Jürgen Grässlin und Franz Alt sind zuvor bei Veranstaltungen der Friedensstadt Tübingen. Infos anbei

Das „Elektronische Weltorchester“ wird uns musikalisch unterstützen.

Von Stuttgart soll Frieden ausgehen !

„US – Drohnenkriege stoppen – Fluchtursache Krieg überwinden – Für ein Menschenrecht Frieden“ AFRICOM und EUCOM zu einem Friedenszentrum und einer sozial –ökologischen Wohnsiedlung umgestalten. Von den US-Kommandozentralen US-AFRICOM (Stuttgart-Möhringen) und EUCOM (Stuttgart-Vaihingen) werden weltweit Kriegseinsätze durch Drohnen und „gezielte“ Tötungen koordiniert und die Kriegsmanöver der NATO in Europa organisiert. Die Folge sind Elend, Flucht ,Vertreibung und Klimazerstörung.

Interessierte melden sich bitte bei u.a. email-Adresse – auch für das Vorbereitungstreffen. Info bitte an weitere interessierte Mitstreiter/Innen weiterleiten.

Henning Zierock, Gesellschaft Kultur des Friedens. (GKF)

Kontakt: GKF,  info@kulturdesfriedens.de, Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17

Friedensstadt Tübingen/Stuttgart, 19./20. Juli 2019

Wir erleben eine dramatische Zuspitzung der Zerstörung unseres Planeten durch eine Politik, die sich vorwiegend an Macht-und Wirtschaftsinteressen orientiert und nicht an den Lebensinteressen der Menschen. Rohstoffausbeutung, Armut, Aufrüstung, Kriege, Klimazerstörung sind die Folgen. Deshalb laden wir im Rahmen der Friedensstadt Tübingen 2019 zu den u.a. Veranstaltungen ein.

Freitag, 19. Juli, 20 Uhr Gemeindehaus Lamm, Marktplatz,  “ Projekt Friedensparlament“ Das Projekt soll Möglichkeiten für eine Vernetzung verschiedener gesellschaftlicher Bewegungen aufzeigen, z.B. bei der Überwindung von Klimazerstörung, Krieg, Armut und Fluchtbewegungen. Darüber diskutieren u.a. Dr. Franz Alt (Autor, Klimaexperte), Jürgen Grässlin (Rüstungsexperte) mit Aktivisten unterschiedlicher Initiativen und dem Publikum über konkrete Handlungsstrategien.

Samstag 20. Juli, 12 Uhr Marktplatz, “ Bürger*Innen Forum „ Global Town Meeting
öffentliche Debatte zu den drängenden aktuellen Themen der lokalen und internationalen Politik an der sich alle Interessierten beteiligen und Aktionsvorschläge einbringen können.

Ein Forum des eingreifenden Denkens und Handelns – für eine solidarische und friedliche Politik mit kulturellen Beiträgen wie Theater, Aktionen, Musik u.a. mit dem „Elektronischen Weltorchester“

Vorbereitungstreffen in Tübingen, Mittwoch, 3.Juli 20 Uhr, Gemeindehaus Lamm, Marktplatz

Pressemitteilung, 11. 6. 2019 – Kultur des Friedens mit deutscher Delegation bei den Gedenkfeiern in Distomo (Griechenland ) am 10. Juni 2019

Kultur des Friedens mit deutscher Delegation bei den Gedenkfeiern in Distomo (Griechenland ) am 10.Juni 2019 Griechische Opfer der deutschen Wehrmachtsverbrechen fordern Entschädigung von der Bundesregierung.

Eine Delegation der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) aus Deutschland und Griechenland hat an den Feierlichkeiten in Distomo am 10. Juni 2019 teilgenommen, um der historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber Griechenland gerecht zu werden. Dies hat die Delegation in verschiedenen Gesprächen mit den betroffenen Personen darunter auch Überlebende der Wehrmachtsverbrechen, wie Argyris Sfountouris zum Ausdruck gebracht. Seine Eltern und 30 weitere Angehörige seiner Familie wurden bei dem Massaker in Distomo ermordet. Dies wurde in dem  Film “ ein Lied für Argyris“ mit Mikis Theodorakis dokumentiert. Die Namen aller 218 Ermordeten wurden bei der Gedenkfeier mit großer Anteilname verlesen.

Die GKF möchte durch ihre langjährige Verbundenheit mit Griechenland auch bei diesem Anlass eine Brücke für gute Beziehungen zwischen beiden Völkern bauen.  Siehe Info anbei.

 

Foto von der Gedenkfeier am 10. Juni 2019 am Mahnmal der Ermordeten mit einer deutsch-griechischer Delegation, u.a. ganz links der neu gewählte Bürgermeister von Distomo Jannis Stathas mit der Forderung der Entschädigung an die Bundesregierung.

Gesellschaft Kultur des Friedens, email: info@kulturdesfriedens.de

 

 

Infos:

 

2019 jähren sich die NS-Kriegsverbrechen der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in den griechischen Orten Distomo, Pyrgoi und Klissoura zum 75. Mal. Am bekanntesten in Deutschland ist das Massaker in Distomo. Am 10. Juni 1944 ermordeten Polizeisoldaten der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division 218 Bewohner des Dorfes Distomo in Mittelgriechenland. Zu den Opfern zählten vor allem alte Menschen, Frauen, 34 Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren und vier Säuglinge im Alter von zwei bis sechs Monaten.
Seit fast zwanzig Jahren versuchen Überlebende aus den verschiedenen Opfergemeinden in Griechenland gemeinsam mit dem „Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands gegenüber Deutschland“ und dem AK Distomo Entschädigungszahlungen für alle NS-Opfer und die Rückzahlung der vom Deutschen Reich abgepressten Zwangsanleihe durchzusetzen.

Entschädigung der NS-Opfer – Bestrafung der NS-Täter!
3. Juni 2019- 10. Juni 2019 – Salzburg – München – Friedhof Gräfelfing – Schloss Seeseiten – Mittenwald – Hoher Brendten – Distomo
Zum 75. Jahrestag des Massakers von Distomo werden Delegationen aus Griechenland und Deutschland durch verschiedene Städte reisen  und wollen auf dem Weg dahin mit möglichst vielen Initiativen für eine gerechte Entschädigungslösung durch die Bundesregierung eintreten. Vor 40 Jahren hat sich der Theodorakis Chor gegründet mit der Mauthausen Kantate von Kambanelis/Theodorakis.

Dieses Werk wurde in die deutsche Sprache übertragen und mit dem Dichter und Komponisten nicht nur in Mauthausen, sondern bei vielen Gelegenheiten u.a. bei den Gedenkfeiern in Athen im Stadtteil Keseriani bei vorgetragen, um an die

Verbrechen der Wehrmacht zu erinnern und zu einem verantwortungsvollen Umgang zwischen beiden Völkern beizutragen.

Mit freundlichen Grüßen aus Distomo, Henning Zierock, Gesellschaft Kultur des Friedens und Theodirakis Ensemble

Quo vadis Tübingen?

Liebe Tübingerinnen und Tübinger,

anlässlich der, parallel zur Wahl zum Europäischen Parlament stattfindenden, Kommunalwahl am 26. Mai möchte ich Sie im Namen der Bürgerinitiative ‚Lebensqualität in Tübingen‘ zu einer Diskussionsrunde mit den VertreterInnen der Gemeinderatsfraktionen am Mi 22. Mai um 20 Uhr in das Gemeindehaus Lamm, Marktplatz (Großer Saal ) zum Thema „Lebensqualität in Tübingen?“ einladen.

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen u.a. die Themen Nachtruhestörung, Umweltverschmutzung und Vandalismus erörtern, welche viele BürgerInnen der Stadt Tübingen betreffen. Daraus ergeben sich für den 2.Teil der Diskussion, Fragen nach der Lebensqualität in und für Tübingen: Wie können wir Tübingen als lebenswerte Stadt erhalten und gestalten? Was macht sie aus? Wer bestimmt sie? Was macht für Sie das Profil dieser Stadt aus? Auch Fragen wie zum Konzertsaal, Uhlandbad, Bauflächen, dem Cyber Valley und der urbanen Entwicklung dieser Universitätsstadt können aus dem Publikum gestellt werden. Es geht um die zukünftige Entwicklung dieser Stadt – Quo vadis Tübingen?

Mit freundlichem Gruss, Henning Zierock, für die BI ‚Lebensqualität in Tübingen‘, Am Lustnauer Tor 4, 72074 Tübingen

Veranstaltungen zum 8. Mai 2019 in Tübingen und Stuttgart / Ankündigung Friedensstadt im Juli 2019

Die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) begeht seit ihrer Gründung
am 8. Mai 1988 mit internationalen Persönlichkeiten und Friedensbewegten diesen Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus an verschiedenen historischen Schauplätzen als Erinnerung an unsere Geschichte mit einem friedenspolitischen
Auftrag für die Zukunft.

Mittwoch 8.Mai
15 Uhr Gedenken der Naziopfer, _Stadtfriedhof,_ /Gräberfeld X,  Friedenslinde.
17 Uhr Friedenskundgebung, Holzmarkt
20 Uhr Gemeindehaus Lamm, Marktplatz, Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen aus verschiedenen Bewegungen Kultur des Friedens – Gegenentwurf zu einer Welt mit Krieg, Armut, Zerstörung der Natur und menschlichen Persönlichkeit

Donnerstag 9. Mai
12 Uhr (Geburtstag von Sophie Scholl), Gedenkaktion Weiße Rose, Geschwister-Scholl-Platz, Uni Tübingen zur Erinnerung an die Widerstandsgruppe Weiße Rose mit Studierenden und Schülern

Sonntag 12.Mai 
15 Uhr „Antikriegskundgebung“ vor der US-Kommandozentrale AFRICOM, Stuttgart-Möhringen

Friedensstadt Tübingen/Stuttgart 2019
Freitag, 19. Juli, 20 Uhr Gemeindehaus Lamm, „Friedensparlament“
Das Projekt soll Möglichkeiten für eine aktive Friedenspolitik von unten aufzeigen.
Zusammenarbeit und Vernetzung von Friedensbewegung und sozialen Bewegungen.

Samstag 20. Juli, 12 Uhr Marktplatz, “ Bürger*Innen Parlament“  öffentliche Debatte zu aktuellen Themen der lokalen und internationalen Politik,  an der sich alle Interessierten beteiligen können.

Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, email
:info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de

Einladung zur Filmvorführung „The Balkony – Memories of Occupation“ in Tübingen

„The Balkony – Memories of Occupation“ (Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland) Kino-Matinee am Sonntag, 7. April 2019, um 11.00 Uhr, Kino Arsenal Tübingen, Hintere Grabenstr. 20. 

Eine filmische Dokumentation (2018) über die deutsche Wehrmachts-Besetzung Griechenlands. Aufgrund seiner rundum gut einsehbaren „Balkonlage“ mit Rauchsäulen im Umkreis von mindestens zwanzig Kilometern wurde das Bergdorf Lyngiades am 3. Oktober 1943 als „Sühne“ für den von Partisanen getöteten Wehrmachts-Kommandeur Josef Salminger mit Maschinengewehren beschossen und anschließend fast vollständig niedergebrannt. Nur fünf Menschen überlebten unter brennenden Trümmern, darunter ein Säugling: Vom Regisseur vor der Kamera befragt, äußerte sich der inzwischen über 70jährige Panajotis Poruska mit Ablehnung und Unverständnis auf fromme Formeln, wie sie ohne weitere Konsequenzen aus Deutschland verlauten. Der Film bezieht die über Jahre vor Ort sorgsam dokumentierten Interviews mit den letzten Überlebenden des Massakers ein.

Ein wichtiges historisches Thema unserer Geschichte, die deutsche Besatzung im 2.Weltkrieg in Griechenland, die uns auchheute noch aktuell beschäftigt. Der ehem. Bundespräsident Gauck hat dies bei seinem Besuch des griechischen Dorfes Ligiades zum Ausdruck gebracht
Die “ Vergessenheit und Unkenntnis “ drückt sich in der Auseinandersetzung um Entschädigung, Rechtsruck, Nationalimus in Europa aus. Angesichts der anstehen Wahlen in Europa ist dies eine aktuelle Herausforderung auch für neue deutsch-griechische Beziehungen durch die „Bankenkrise“
Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur Chrysantos Konstantinidis und Prof.Dr. Schminck-Gustavus, der die historische Recherche zum Film gemacht hat.
Falls Interesse besteht gibt es auch die Möglichkeit für Gespräche mit dem Regisseur, der erstmals Tübingen besucht. Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft Kultur des Friedens in Zusammenarbeit mit der deutsch-griechischen Gesellschaft Tü/Rtl. durchgeführt.
Wir bitten um Ankündigung und Berichterstattung.