Solidarität mit der von Gewalt, Tod und Krieg bedrohten Bevölkerung in Afghanistan

Pressemeldung, 19.11.2020

Solidarität mit der von Gewalt, Tod und Krieg bedrohten Bevölkerung in AfghanistanKeine Abschiebung der Flüchtlinge in Krisen-und Kriegsgebiete. Aufnahme der Flüchtlinge aus den griechischen Flüchtlingslagern.

Trotz der „Friedensverhandlungen“ zwischen USA und den Taliban gibt es täglich Anschläge auf die Zivilbevölkerung in Afghanistan mit zahlreichen Toten wie jüngst bei den Bombenatentaten in den dortigen Universitäten. Deshalb ruft der afghanische Kulturverein in Stuttgart zu einer Kundgebung und Mahnwache unter Einhaltung der Coronaregeln auf :

Samstag 21. 11. 2020 von 13-15 Uhr auf dem Schloßplatz/Herzog-Christoph Denkmal

Die afghanische Regierung und die Internationale Gemeinschaft, (UN, EU und Bundesregierung) ist gefordert für die Sicherheit der Menschen in Afghanistan zu sorgen. Dies betrifft auch die Flüchtlinge, die aus Krisen-und Kriegsgebieten kommen und nicht dorhin zurückgeschickt werden dürfen. Deshalb unterstützt die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) das Anliegen der Kundgebung: Solidarität, Sicherheit und Frieden für die Menschen in Afghanistan.

Redebeiträge u.a. von Said Daud Karimzad (Afghanischer Kulturverein Stuttgart), Jama Maqsudi (Flüchtlingsbetreuer und im Intern. Ausschuss der Stadt Stuttgart ), Henning Zierock (GKF),

Telefonische Schaltung nach Lesbos./Flüchtlingslager Kara Tepe, OHF.

Die GKF engagiert sich seit 2015 auf Lesbos für die Flüchtlinge u.a. in dem Lager „Moria“, das abgebrannt ist und jetzt einige Kilometer in Richtung weiter auf ein ehemaliges

Militärgelände „Kara Tepe“ verlegt ist. Nach wie vor sind die Lebensbedingungen unmenschlich weil kaum Duschen, Toiletten, Wasser, Stromausfall, schlechtes Essen, keine ausreichende medizinische Vervorgung vorhanden ist, obwohl die EU und die griechische Regierung versprochen haben die Lebensbedingungen zu verbessern.

Ganz in der Nähe von Kara Tepe befindet sich das Solidaritätsprojekt „One Happy Family “ (OHF), in dem zahlreiche Flüchtlinge sich treffen und sich in verschiedene Bereichen ausbilden.

Die GKF unterstützt dort Kulturprojekte die auch von zahlreichen afghanischen Flüchtlingen genützt wurden und jetzt in der Coronasituation auch werden und ihnen auch etwas menschliche Würde gibt.

Zahlreiche Flüchtlingsorganisationen forden deshalb keine Abschiebungen in Krisen und Kriegsgebiete u.a. der gefährdeten afghanischen Flüchtlinge weder von Baden-Württemberg aus- noch aus den griechischen Flüchtlingsllagern, sondern die versprochene Aufnahme der Flüchtlinge ( Sicherer Hafen) , die auch von der Stadt Stuttgart im Gemeinderat beschlossen – aber bislang nicht umgesetzt wurde.

Die Zeit drängt und der Winter wird die Situation in den Flüchtlingslagen weiter verschärfen.

Gesellschaft Kultur des Friedens, email: info@kulturdesfriedens.de. Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17

„Kein Moria 2.0! – Wir haben Platz “ Kundgebung in Stuttgart 19.9. 2020

„Moria brennt – Europa sind wir alle“ Kundgebung zur Solidarität mit den geflüchteten Menschen in Moria.

am Samstag 19. September, 16 Uhr, Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Stauffenbergplatz Stuttgart.

Die Teilnehmer/Innen der Kundgebung/Mahnwache forderten am Sa 19.9. in Stuttgart am Mahnmal die sofortige Evakuierung der Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager Moria/Lesbos. „Wir haben Platz – auch in Stuttgart“! Die RednerInnen schilderten die aktuellen Situation auf Lesbos aus eigener Anschauung vor Ort u.a. die VertreterInnen der Seebrücke Stuttgart Sarah Blies, Ute Wolfangel, Henning Zierock (Gesellschaft Kultur des Friedens, GKF) Markus Groda (Seenotrettung) und Heike Hänsel (MdB).
Scharf kritisiert wurde die EU-Flüchtlingspolitik, die nicht Fluchtursachen bekämpfen würde, sondern die Flüchtlinge.

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Antikriegstag 1. September 2020

Erklärung der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) zum Antikriegstag:

Die GKF fordert von der Bundesregierung die Waffenexporte in Krisen- und Kriegsgebiete zu stoppen und tritt für ein „Menschenrecht auf Frieden“ einDer Überfall auf Polen am 1. September 1939 war der Auftakt zum Zweiten Weltkrieg, der Europa verwüstete, in Asien, Nordafrika, auf dem Mittelmeer, im Atlantik und im Pazifik tobte und mehr als 55 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter auch 6 Millionen Juden Europas. Die Lehren aus dieser Geschichte gelten bis heute: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.Wir erleben auch 81 Jahre nach Beginn des 2.Weltkrieges eine Zunahme an kriegerischen Auseinandersetzungen wie in Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, Jemen. Mehr als 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht – viele davon sind Opfer von Kriegen, befeuert von Rüstungsexporten, Kriegseinsätzen, Regime-Change-Politik – durch Aufrüstung auch von NATO-Staaten wie Deutschland.Mitglieder der GKF waren Zeuge der zugespitzten Lage zwischen der Türkei und Griechenland von der griechischen Insel Lesbos aus, in der Nähe der türkischen Festlandes. Die GKF warnt vor einer Kriegsgefahr im Mittelmeer und fordert die Bundesregierung auf das völkerrechtswidrige Agieren der Türkei eindeutig zu verurteilen. Zudem müssten alle Rüstungsexporte in die Türkei, beendet werden, um glaubhaft in diesem Konflikt vermitteln zu können. Die GKF fordert anlässlich des Antikriegstages von der die Bundesregierung, militärische Aufrüstung zu stoppen, Waffenexporte zu unterbinden, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und die militärischen Standorte der US-Drohnenkriegsführung wie Ramstein und US-AFRICOM in Stuttgart zu schließen.

„Die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien, ist auch die Lehre aus dem 2. Weltkrieg und in der UN-Charta festgehalten. Die von UN-Generalsekretär Guterres geforderte globale Waffenruhe anlässlich der weltweiten Corona-Krise muss endlich umgesetzt werden und statt in militärische Aufrüstungin eine globale Gesundheitsvorsorge investiert werden. Die GKF setzt sich seit langem für ein “Menschenrecht auf Frieden“ ein. „Kriege müssen illegal werden und alle, die Kriege vorbereiten,sie herbeischreiben, sie finanzieren und durchführen müssen zur Verantwortung gezogen werden“, fordert der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock anlässlich des Antikriegstages.

Mikis Theodorakis wird 95

Chronia polla Mikis Theodorakis – herzlichen Glückwunsch zum 95. Geburtstag! Mikis Theodorakis wird heute abend mit einer Konzertveranstaltung in Athen geehrt. Theodorakis hat auch in Stuttgart/Tübingen nachhaltige Spuren hinterlassen, z.B. mit der deutschen Uraufführung des Canto General (1977), der Gründung des Theodorakis-Chores (1980) und der Gesellschaft Kultur des Friedens, GKF, (1988) in Tübingen und Konzerte zum 50. Jahrestag des Kriegsendes (1995) in der Music Hall Stuttgart, und zuletzt dieses Jahr in der Liederhalle (30.1. 2020) mit seiner Hauptinterpretin Maria Farantouri.

Der Musiker Konstantin Wecker ist ein Unterstützer und Botschafter der Kultur des Friedens. In den Zeiten der Friedensbewegung in den 80er Jahren wurden von Tübingen ausgehend in vielen Städten Theodorakis-Chöre gegründet und daraus ist dann mit Unterstützung von Theodorakis die Gesellschaft Kultur des Friedens entstanden mit dem 1. Internationalen Kongress am 8.Mai 1988 in Tübingen.

Die Musik von Theodorakis hat die GKF zu vielen historischen und politischen Brennpunkten geführt, wie z.B. nach Mauthausen, Irak ,Iran, Ägypten, Israel, Palästina, nach Lateinamerika (Chile, Kolumbien, Cuba etc), Türkei, Griechenland und in die Flüchtlingslager auf Lesbos, wo sie Musikschulen unter der Schirmträgerschaft von Mikis Theodorakis gegründet und Konzerte mit seinen Liedern gegeben haben.

Seine mehr als 1000 Lieder, Sinfonien, Filmmusik, Opern etc. waren und sind immer auch Hoffnungträger, manchmal „Überlebensmittel“ und auch ein Fest des Lebens, so wie seine Filmmusik den legendären Syrtaki -Tanz in dem“ Film „Alexis Zorbas“ mit Anthony Quinn geprägt hat.

An der Konzertveranstaltung zu seinem Geburtstag am 29.Juli in Athen nehmen Mitglieder der GKF teil, die anschließend auch Flüchtlingslager in Griechenland besuchen und das Solidaritätsprojekt One Happy Family OHF auf Lesbos unterstützen.

Die GKF organisiert dort auch Konzerte von Flüchtlingen u.a. mit Musik von Mikis Theodorakis in verschiedenen Sprachen – als Brücke und Begegnung mit verschiedenen Kulturen.

Die Musik von Mikis ist Teil eines weltweiten Kulturerbes geworden und lebt durch seine Präsenz, vor allem durch das Singen seiner Lieder. Anbei ein Foto von Mikis Theodorakis in seiner Athener Wohnung mit Henning Zierock, dem Leiter des Theodorakis-Chors und der Gesellschaft Kultur des Friedens, den mehr als 40 Jahre Zusammenarbeit und enge Freundschaft mit dem Komponisten und Mitgründer der GKF verbindet.

Presse über Friedenstadt Tübingen/Stuttgart

Hier zwei Beiträge des SWR/Landesschau sowie Printmedien Reutlinger Generalanzeiger und Schwäbisches Tagblatt:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/friedensstadt-tuebingen-100.html

https://www.ardmediathek.de/swr/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/sendung-19-30-uhr-vom-18-7-2020/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEyNzQ4NjU/?startTime=646.00&endTime=1733.00

https://www.gea.de/neckar-alb_artikel,-rettungsschiff-auf-dem-t%C3%BCbinger-neckar-_arid,6297795.html

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Friedensstadt-Tuebingen-Menschenwuerde-nicht-nur-fuer-Deutsche-464934.html

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ (Friedrich Hölderlin)

Dieses Zitat von  Friedrich Hölderlin ist das Motto der 12.Friedensstadt Tübingen/Stuttgart 2020 und wird 250 Jahre nach Geburt des Dichters an aktuellen Herausforderungen mit Leben gefüllt.

Es ist eine Brücke von den Fluchtursachen zur Seenotrettung, von den Flüchtlingslagern zum sicheren Hafen in den Städten, um den gestrandeten Geflüchteten auch Lebensperspektiven in der Kommune zu geben. Die Stadt Tübingen/Stuttgart ist hier mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria/Lesbos gefordert.

Anbei Informationen und Flyer für die Veranstaltungen am 17./18.Juli 2020 in Tübingen und Stuttgart mit Diskussion, Kundgebung, Konzert, und friedenspolitischen Aktionen. Die verschiedenen Aktivitäten an verschiedenen Orten bauen aufeinander auf: von der Ev. Stiftskirche, Neckar/Hölderlinturm zum AFRICOM/ Stuttgart.

Konstantin Wecker (siehe aktuelles Foto zur Verwendung, copyright GKF) vor dem Hölderlinturm wird an allen Veranstaltungen teilnehmen und auch musikalisch auf Hölderlin eingehen. Dem griechische Komponisten Mikis Theodorakis wird ein musikalischer Gruß von der Platanenallee nach Athen geschickt, der am 29. Juli – hoffentlich -seinen 95-jährigen Geburtstag feiert und in Tübingen nachhaltige Spuren mit der Gründung des Theodorakis-Chors und der Gesellschaft Kultur des Friedens hinterlassen hat.

Der Bürgermeister von Palermo Leoluca Orlando wird mit einer telefonischen Liveschaltung und einer friedens- und flüchtlingspolitischen Botschaft – auch an seinen OB Kollegen in Tübingen – dazugeschaltet.

Für einige der Gäste der Friedensstadt Tübingen wird mit dem Besuch der Szenischen Lesung von Hölderlins Hyperion des Theater Lindenhof der Abend in der Platanen-Allee ausklingen. Hölderlins Bezug zu „Griechenland mit der Seele suchend “ findet sich im Hyperion und seiner Poesie wieder.

Freitag 17. Juli 2020, 20.00 Uhr, hinter der Stiftskirche/Open air. (Bei schlechtem Wetter in der Stiftskirche) Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) in Zusammenarbeit mit AK Asyl der Ev. Stiftskirchengemeinde Diskusion und Vernetzungstreffen mit Vertreter/Innen von sozialen Bewegungen u.a. mit

Konstantin Wecker, Faisal Osman (Somalia), Black Lives Matter, Markus Groda(SARaH), Friedensinitiativen, Flüchtlingsgruppen, KlimaaktivistInnen (FFF), Henning Zierock (GKF)

Vorstellung von Projekten, Kampagnen, Aktivitäten zum Thema Krieg und militärische Aufrüstung als Ursache für Armut, Flucht, Zerstörung des Klimas und des friedlichen Zusammenlebens der Menschen und Völker.
 
Samstag, 18. Juli 2020, 12.00 Uhr Neckarbrücke, Platanenallee Tübingen
Kundgebung: „Wo aber die Gefahr ist, wächst das Rettende auch“

Bo(o)tschaften für eine Kultur des Friedens. Mit einer Aktion Rettungsboot MS Hoffnung auf dem Neckar, gegenüber dem Hölderlinturm.
Mit Musik von Konstantin Wecker und Sarah Straub, Theodorakis Ensemble
Mit Redebeiträgen von Martin Kunzmann (Vorsitzender DGB Baden-Württemberg), Henning Zierock (GKF), Ludwig Essig (FFF), Hans Probst (united 4rescue) Heike Hänsel (MdB) und Beiträgen von Friedensinitiativen, Flüchtlingsgruppen,  Aktion Seenotrettung SARaH („Search and Rescue for all Humans“), Information von dem Flüchtlingslager Moria und Kulturprojekt One Happy Family auf Lesbos.

Telefonische Liveschaltung zu dem Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando.

Friedensstadt Stuttgart

Kundgebung, Samstag 18. Juli 2020, 17.00 Uhr,
Eingang US-AFRICOM, Stuttgart-Möhringen, Plieningerstr. 289
US-AFRICOM und US-EUCOM schließen!
Militär weltweit abrüsten für globale Gesundheit und Entwicklung!
Fluchtursache Krieg überwinden, heißt auch Drohnenmorde stoppen.

Die Kommandozentralen AFRICOM und EUCOM sind Drehscheiben für den
weltweiten Drohnenkrieg und von NATO-Kriegsmanövern. Afrikanische
Länder werden weiter destabilisiert. Wir wollen die US-Kommandozentralen für soziale und kulturelle Zwecke umwidmen, z.B. für sozialen Wohnungsbau. Mit Musik von Konstantin Wecker & Sarah Straub
Redebeiträge von: Martin Kunzmann (Vorsitzender DGB Baden-Württemberg), Henning Zierock (GKF), Dieter Reicherter (ehem.Richter), Heike Hänsel (MdB), Faisal Osman (Somalia/Stuttgart).

Weitere Beiträge von Friedensinitiativen, Flüchtlingsgruppen, KlimaaktivistInnen (FFF), Black Lives Matter

Friedensstadtwoche: Veranstaltungen in Tübingen und Stuttgart

Liebe Mitstreiter/Innen und Friedensbewegte,

gerne möchten wir Euch zum Projekt Friedensstadt Tübingen/Stuttgart
am 18. Juli 2020 zur Mitwirkung und Unterstützung einladen.
Das Thema ist:  Krieg und militärische Aufrüstung als Ursache für Armut, Flucht, Zerstörung des Klimas und des friedlichen Zusammenlebens der Menschen und Völker.

Persönlichkeiten, Vertreter/Innen verschiedener Initiativen und die
Musiker Konstantin Wecker und Sarah Straub werden bei den Aktionen
und Veranstaltungen ihre Stimmen für eine Kultur des Friedens erheben.
Interessierte melden sich bitte bei der u.a. email-Adresse. Wir bitten um Weiterverbreitung.

Programm für Tübingen/Stuttgart weiter unten als Flyer (pdf)

Mit freundlichen Grüßen, Henning Zierock, Gesellschaft Kultur des Friedens

Friedensstadt Tübingen

Samstag, 18. Juli 2020, 12.00 Uhr Neckarbrücke, Platanenallee Tübingen
Kundgebung:

„Wo aber die Gefahr ist, wächst das Rettende auch“
Bo(o)tschaften für eine Kultur des Friedens. Mit einer Aktion Rettungsboot MS Hoffnung auf dem Neckar, gegenüber dem Hölderlinturm.
Mit Musik von Konstantin Wecker und Sarah Straub, Theodorakis-Ensemble
und Redebeiträgen von Flüchtlingsinitiativen, Friedensgruppen, sozialen Bewegungen, Solidaritätsrojekte
wie z.B.  auf Lesbos/Moria, One Happy Family, Aktion Seenotrettung SARaH („Search and Rescue for all Humans“)

Friedensstadt Stuttgart

Kundgebung, Samstag 18. Juli 2020, 17.00 Uhr
Eingang US-AFRICOM, Stuttgart-Möhringen, Plieningerstr. 289:

„US-AFRICOM + US-EUCOM schließen!
Fluchtursache Krieg überwinden. US-Drohnenmorde stoppen.
US-Kommandozentralen für soziale und kulturelle Zwecke umwidmen
Musik von Konstantin Wecker und Sarah Straub
Redebeiträge von Martin Kunzmann (Vorsitzender DGB Baden-Württemberg), Henning Zierock (GKF)
Dieter Reicherter (ehem.Richter) Heike Hänsel (MdB) und Beiträgen von Friedensinitiativen, Flüchtlingsgruppen und KlimaaktivistInnen (FFF), Black Lives Matter.

Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens,
email, info@kulturdesfriedens.dewww.kulturdesfriedens.de

8.Mai 2020 Grußbotschaften+Musik für eine Kultur des Friedens

Am 8.Mai, ab 20.00 Uhr, kann man das Video auf dem youtube-Kanal „Kultur des Friedens“ anschauen:

https://youtu.be/Rt7mCAJ5L4A

Grußwort Mikis Theodorakis für eine Kultur des Friedens:

8. Mai 2020 – 75. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

Die Gesellschaft Kultur des Friedens hat sich am 8.Mai 1988 gegründet und begeht seitdem diesen Jahrestag mit der Forderung, den 8.Mai als Friedenstag einzuführen. Wir laden auch in diesem Jahr zu Veranstaltungen am 8./9.Mai ein. Der Aufruf der GKF findet sich anbei. Bei allen Veranstaltungen gilt: Mindestabstand 1,5m einhalten und wir empfehlen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen!

8. Mai, Tübingen:
15.00h, Gräberfeld X, Stadtfriedhof, Gedenken der Opfer des NS-Regimes
17.00h, Holzmarkt, ein breites Bündnis ruft zu einer Friedenskundgebung auf „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“
ab 20.00h Online Video-Grussbotschaften und Musik zum 8.Mai von Konstantin Wecker, Mikis Theodorakis, Franz Alt, Jürgen Grässlin etc…Videolink wird hier veröffentlicht!

9. Mai, Tübingen:
12.00h, Geschwister-Scholl-Platz/Universität, Gedenken am Rosenstrauch anlässlich des Geburtstags von Sophie Scholl und Erinnerung an Elisabeth Hartnagel, Schwester von Sophie und Hans Scholl, die einen Tag nach ihrem 100. Geburtstag dieses Jahr gestorben ist.

Aufruf zum 8. Mai 2020
Der deutsche Faschismus hat die Welt in einen Krieg gestürzt, der mehr als 55 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter mehr als 27 Millionen Menschen der Völker der Sowjetunion. Der Krieg und das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte, die Shoa, die Vernichtung von 6 Millionen Juden und Jüdinnen, sind für uns Mahnung und Verantwortung für das friedliche und solidarische Zusammenleben der Menschen und Völker einzutreten und Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entgegen zu treten. Der 8. Mai ist Auftrag, überall und jederzeit die Stimme zu erheben, wo Leben bedroht und die Menschenwürde verletzt wird.
75 Jahre nach Befreiung von Faschismus und Krieg am 8. Mai 1945, ist der Schwur der Häftlinge der zahlreichen Konzentrationslager wie Ausschwitz, Buchenwald und Mauthausen „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ nicht eingelöst. Wir erleben in Deutschland ein Aufkommen von faschistischen Bewegungen, die selbst vor Mordanschlägen nicht zurückschrecken. Auch in Europa erleben wir nationalistische und rassistisch motivierte Parteien Bewegungen, denen wir entschieden entgegentreten müssen.
Dem Ruf nach einem neuen deutschen Militarismus unter dem Begriff der „gewachsenen Verantwortung“ Deutschlands treten wir entschieden entgegen. Deutschland ist nicht nur bereits einer der größten Rüstungsexporteure der Welt, sondern laut SIPRI im letzten Jahr auch Spitzenreiter bei der Steigerung der Rüstungsausgaben um über 10% auf 50 Milliarden Euro. Wird das von der NATO geforderte 2%-Ziel für Rüstung umgesetzt, würde Deutschland mit 85 Milliarden Euro für Rüstung, die größte Militärmacht in Europa. Das muss angesichts unserer Geschichte verhindert werden.
Statt eine neue Politik der Geschichtsklitterung und Feindbilder zu betreiben, fordern wir eine Politik der Verständigung und Vertrauensbildung in Europa. Frieden kann es nur mit, nicht gegen Russland, auf dem europäischen Kontinent geben.
Deshalb heißt das Gebot der Stunde: Abrüsten nicht Aufrüsten! Wir benötigen dringend neue atomare und konventionelle Abrüstungsinitiativen.
Das heißt nicht noch mehr Geld für Waffen und Militär, sondern für eine globale Gesundheitsvorsorge, für solidarische Sozialsysteme und die Bekämpfung von Armut und Klimazerstörung.
Angesichts der rund 14.000 Atomwaffen weltweit, der Kündigung des INF-Vertrages und der damit drohende komplette Zerfall der Rüstungskontrollordnung wächst die Gefahr der atomaren Konfrontation. Statt neuer atomarer Kampfbomber fordern wir das Ende der nuklearen Teilhabe und den Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland. Der atomare Wahnsinn muss beendet werden, Deutschland muss den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO endlich unterzeichnen.
Wir erleben auch 75 Jahre nach Kriegsende eine Zunahme an kriegerischen Auseinandersetzungen wie in Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, Jemen. Mehr als 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht, viele davon sind Opfer von Kriegen, befeuert durch Rüstungsexporte, Kriegseinsätze, Regime Change – Politik und Wirtschaftssanktionen der NATO- Staaten wie Deutschland.
„Die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien“ ist eine Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg und in der UN-Charta festgehalten. UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Pandemie die Welt zu einer globalen Waffenruhe aufgefordert. Die Reaktion der Regierungen ist verhalten, deshalb muss die Friedensbewegung diesem Appell Nachdruck verleihen.
Wir fordern, dass Kriege illegal werden und setzen uns ein „Für ein Menschenrecht auf Frieden ! “ Alle die Kriege vorbereiten, sie herbeischreiben, sie finanzieren und durchführen müssen vor einem Tribunal zur Verantwortung gezogen werden!
Bereits im Gründungsjahr der Gesellschaft Kultur des Friedens 1988 forderten wir, den 8.Mai als Internationalen Friedenstag einzuführen. Wir unterstützen den Aufruf von Esther Bejarano, den 8.Mai als gesetzlichen Feiertag auszurufen, so wie dies bereits in vielen anderen Ländern praktiziert wird. Wir fordern die Bundesregierung auf, den 8. Mai jährlich als Internationalen Friedenstag und antifaschistischen Feiertag zu gestalten !

Pressemitteilung 11.4. 2020 – Bannerflug zum Ostermarsch

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat die Friedensbewegung in Baden-Württemberg am Samstag 11.4. 2020 ein Zeichen für Frieden und Abrüstung gesetzt. Aufgrund der Versammlungsbeschränkung wurde ein Flieger mit der Forderung Abrüstung jetzt ! Ostermarsch 2020 über Baden Württemberg eingesetzt, der einen 4 Stunden- Rundflug über Württemberg absolvierte (Route,Schwäbisch Hall, Stuttgart,Tübingen)
Aktuelles Bild der GKF zum Abdruck anbei.

Die Bannerschrift „Abrüsten Jetzt“ wird mit dem Ostermarschaufruf 2020 unterlegt.
In diesem wird schon vor dem Bekanntwerden des Coronavirus gefordert:
Abrüsten statt aufrüsten! Kein Geld für Waffen und Militär, sondern für Bildung, Gesundheit, ein solidarisches Sozialsystem und die Bekämpfung von Hunger und Armut.

Ein weiteres zentrales Anliegen der diesjährigen (alternativen) Ostermärsche ist es, die Atomare Aufrüstung zu stoppen. Angesichts der rund 14.000 Atomwaffen weltweit, der Kündigung des INF Vertrages und der damit drohende komplette Zerfall der Rüstungskontrollordnung wächst die Gefahr der atomaren Konfrontation. Deshalb fordert die Friedensbewegung entschieden: „Beendet den atomaren Wahnsinn! Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO und Initiativen zu seiner Durchsetzung!“. Nein zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2 % und ja zu der Forderung des UN Generalsekretärs einen weltweiten Waffenstillstand durchzusetzen. Abrüsten der Militärausgaben – stattdessen- Investitionen in eine globale Gesundheitsvorsorge. Diese unkonventionelle Aktion wurde getragen von der Gesellschaft Kultur des Friedens Friedensnetz Baden-Württemberg und dem DGB Baden-Württemberg.

Gesellschaft Kultur des Friedens; Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17;
Mail: info@kulturdesfriedens.de, Infos zum Bannerflug,
Mail buero@friedensnetz.de, Ostermarsch 2020