Wir rufen auf zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch 2026 in Stuttgart auf. Angesichts des Iran-Krieges und der weiteren Eskalation im gesamten Mittleren und Nahen Osten, ist es umso wichtiger sich zu beteiligen! Wir werden vor Ort auch mit einem Infostand präsent sein.
Ostermarsch Stuttgart 2026 Weltweite Aufrüstung, neue US-Kriegsschläge und -pläne sowie die Militarisierung der Gesellschaft und der EU bestimmen unsere Lebensumstände. Wenn das Völkerrecht in den Morast getreten wird, die Mächtigen Waffen besitzen, die alles Leben auf der Erde innerhalb von Minuten auslöschen können, wenn die Mitwelt zerstört wird und Arme hungrig und krank bleiben, ist die menschliche Solidarität gefragt. Aufstehen für den Frieden!
Auftakt: 10.45 Uhr Kundgebung vor dem US-EUCOM, Stuttgart-Vaihingen, Katzenbachstr. 207 Anschließend Fahrradkorso für den Frieden zur Innenstadt
85 Sekunden vor 12 (Stand Weltuntergangsuhr): Kundgebung, Schlossplatz Stuttgart ca. 13:00 Uhr: Ostermarsch durch Stuttgart ca. 14:00 Uhr: Abschlusskundgebung, Schlossplatz
Redner/innen: Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“, Emil und Tizi Clara Meier, DFG-VK Kriegsdienstverweigerungsberaterin Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung, IMI
Abschluss: Maike Schollenberger, Ver.di Landesbezirksleiterin Michael von der Schulenburg, Ehem. Diplomat der OSZE und der UN, Abgeordneter des Europäischen Parlaments Dr. Susanne Edel, „Aufbruch für den Frieden”
Musik: The Chunk Funk Connection, Bernd Köhler und ewo2 Moderation: Heike Hänsel, Wiltrud Rösch-Metzler, Leyla Bouyedda
Samstag, 30. März 2024, 90 Sekunden vor 12.00h, Schloßplatz Stuttgart
„Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor. Wir stehen für eine Welt ohne Krieg.“
In einer Zeit, in der die Selbstvernichtung unserer Zivilisation durch Atomwaffen, Kriege und Klimakatastrophe droht, gehen wir auf die Straße. In einer Zeit, in der die Bundesregierung unsere Gesellschaft „kriegstüchtig“ machen will und massiv aufrüstet, 20 % des Bundeshaushaltes in die Aufrüstung steckt, demonstrieren wir für Friedensfähigkeit! Wir brauchen keine Neuauflage der Wehrpflicht und auch kein Pflichtjahr für alle. All das zu einer Zeit, in der die grundlegende Daseinsvorsorge abgebaut wird, weil die Lasten von Klimamaßnahmen oder Inflation auf die Menschen abgewälzt werden und Investitionen im sozialen Bereich bitter nötig wären.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von zwei furchtbaren Weltkriegen bestimmt. Während nach dem Ende des Ersten Weltkriegs das Gift des Nationalismus weiterhin präsent blieb und so den Zweiten Weltkrieg beförderte, konnten Hass und Nationalismus nach 1945 unter anderem mit der deutsch-französischen Aussöhnung weitgehend überwunden werden. Umso verstörender ist es, wenn Hass und Nationalismus nun wieder auf dem Vormarsch sind. Hass und Nationalismus führen zu kriegerischen Konflikten. Statt ein rechtes wollen wir ein gerechtes Europa.
Jeder weitere Tag, an dem Kriege wie in der Ukraine, im Nahen Osten oder im Sudan andauern, bedeutet mehr Tote und Verletzte. Wir verurteilen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, wir verurteilen Gewalt, Besatzung und Terror im Nahen Osten. Der seit über 75 Jahren währende Nahostkonflikt zeigt: Mit Waffengewalt werden keine dauerhaft tragfähigen Lösungen geschaffen.
Wir verurteilen alle Kriege, ebenso die eskalierende Rolle der NATO bzw. ihrer Mitgliedsstaaten im Ukrainekrieg und im Nahen Osten und alle Verletzungen des Völker- und Menschenrechts. Weder Waffenlieferungen noch Krieg und Gewalt tragen zu einer friedensfähigen, klima- und sozialgerechten Weltordnung bei.
Rüstung und Krieg heizen die Klimakrise weiter an. Rund fünf Prozent der weltweiten Emissionen werden durch Rüstung und Militär verursacht. Allein im 20. Jahrhundert starben zwischen 100 bis 185 Millionen Menschen durch kriegerische Gewalt. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Selbst der 30-jährige Krieg konnte mit dem Westfälische Frieden beendet werden. Das zeigt: Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten! Weder Kriegstüchtigkeit noch Aufrüstung, Waffenlieferungen oder Bündnistreue dienen dem Frieden: Von unserem Land muss Frieden ausgehen. Daher fordern wir von der Bundesregierung:
Beenden Sie alle Kriegsunterstützung und wirken Sie bei allen Konfliktparteien in der Ukraine und im Nahen Osten auf einen Waffenstillstand und Verhandlungen hin! Setzen Sie sich für ein Ende der deutschen Rüstungsexporte und den Stopp der Militarisierung der EU ein! Beenden Sie die Aufrüstung und verwenden Sie die Mittel für den klima- und sozialgerechten Umbau unserer Gesellschaft! Lassen Sie keine Doppelstandards beim Eintreten für die Einhaltung des Völkerrechts zu! Ergreifen Sie die Initiative für Abrüstung und Gemeinsame Sicherheit! Unterzeichen Sie den Atomwaffenverbotsvertrag, verlangen Sie den Abzug der Atomwaffen aus Büchel und die Schließung der US-Kommandozentralen EUCOM und AFRICOM in Stuttgart! „Kein Werben fürs Sterben – Mehr Friedensbildung statt Bundeswehr“ in Bildungseinrichtungen und auf Ausbildungsmessen! Keine Neuauflage der Wehrpflicht und auch kein Pflichtjahr für alle! Nehmen Sie alle Kriegsflüchtigen auf! Gewähren Sie allen Deserteur*innen und Kriegsdienstverweigerer*innen Asyl! Beenden Sie die katastrophalen Wirtschafts- und Finanzblockaden, unter denen Millionen Menschen weltweit leiden! Engagieren Sie sich für ein sozial-ökologisches, solidarisches Wirtschaftssystem und weltweite Gerechtigkeit! Unterstützen Sie perspektivisch die Auflösung der NATO und treten Sie für ein Europa ohne Militärbündnisse ein!
Aufstehen! Auf die Straße gehen! Für Frieden und Abrüstung!
Wir rufen auf zum Ostermarsch am Karsamstag, den 30. März 2024. Beginn 90 Sekunden vor 12 Uhr (Stand Weltuntergangsuhr) Stuttgart, Schlossplatz Ablauf 10.45 Uhr Kundgebung vor der EUCOM Stuttgart-Vaihingen, Katzenbachstr. 207 Redner: Gerhard Jüttner, stellv. Landesvorsitzender NaturFreunde Württemberg anschließend Fahrradkorso für den Frieden zur Innenstadt 90 Sekunden vor 12 (Stand Weltuntergangsuhr) Kundgebung, Schlossplatz ca. 13:00 Uhr Ostermarsch durch Stuttgart ca. 14:00 Uhr Abschlusskundgebung, Schlossplatz Rednerinnen
Maike Schollenberger stellvertr. Landesbezirksleiterin ver.di Wiltrud-Rösch-Metzler pax christi Diözesanvorsitzende Rottenburg-Stuttgart Heike Hänsel Gesellschaft für Kultur des Friedens
Erstunterzeichner*innen des Aufrufes: attac Besigheim-Ludwigsburg | DFG-VK Baden-Württemberg | DFG-VK Stuttgart | DGB Kreisverband Esslingen-Göppingen | DIDF Stuttgart | DIE LINKE Landesverband Baden-Württemberg | DIE LINKE Kreisverband Esslingen | DIE LINKE Stuttgart | DKP Baden-Württemberg | DKP Rems-Murr | Freundschaftsgesellschaft BRD Kuba | Friedensbündnis Esslingen | Friedensbündnis Karlsruhe | Friedensbündnis / Antikriegsplenum Tübingen | Friedensinitiative Bruchsal | Friedensinitiative Schorndorf | Friedenstreff Bad Cannstatt | Friedenstreff Stuttgart Nord | Friedenstreff Stuttgart-Vaihingen | Gesellschaft Kultur des Friedens | Informationsstelle Militarisierung (IMI), Tübingen | IPPNW Stuttgart (Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges, Ärzt*innen in sozialer Verantwortung) | Krisenbündnis Stuttgart | Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. | Naturfreunde Württemberg e.V. | Naturfreunde Radgruppe Stuttgart | Naturfreunde Ortsgruppe Stuttgart | Offener Friedenstreff Stuttgart | Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart (OTKM) | Ohne Rüstung Leben | pax christi Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart | Reutlinger Initiative für Frieden und Abrüstung (RIFA) | Rote Peperoni – sozialistische Kinderorganisation | Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Baden-Württemberg | ver.di-Bezirk Stuttgart | ver.di-Jugend Stuttgart | VVN-Bund der AntifaschistInnen BW | VVN-Bund der AntifaschistInnen Stuttgart | Wählervereinigung Tübinger Linke e.V. (TÜL) | Waldheim Gaisburg e.V. – Friedrich Westmeyer Haus | Waldheim Stuttgart e.v. „Clara Zetkin Haus“ | Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften
Sigrid Altherr-König, Mitglied im GEW-Kreisvorstand ES-NT | Gerhard Bender | Heinrich Brinker, Gemeinderat Kirchheim u. Teck, | Frank Chudoba, Mitglied Landessprecher*innenkreis DFG-VK BaWü | Hans Dörr, Mitglied im GEW Kreisvorstand ES-NT und in der Friedensinitiative Kirchheim u. Teck | Norbert Heckl stellv. DGB Stadtverbandsvorsitzender | Barbara Huber | Gehard Jüttner, stellv. Landesvorsitzender NaturFreunde Württemberg, Tamm | Reiner Hoffmann | Gisela Kehrer-Bleicher, Kreisrätin Die Linke Tübingen | Dieter Lachenmayer, Koordinator Friedensnetz Baden-Württemberg | Bernd Riexinger MdB Die Linke | Wiltrud Rösch Metzler | Wolfgang Schmidt, NGG-Gewerkschaftsmitglied | Dieter Tejkl Als Friedensbewegung grenzen wir uns ab gegen Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Hetze. Auf unserem Ostermarsch ist kein Platz für solche Parolen oder Fahnen von Organisationen, die unsere Werte nicht teilen. Wir stehen für eine friedliche und tolerante
Antikriegskundgebung am Freitag 31.3.23 um 17 Uhr auf dem Holzmarkt Tübingen:
Schluss mit dem Krieg! Die Waffen nieder! Frieden schaffen! Abrüsten! Atomwaffen abschaffen! Klima retten!
mit Redebeiträgen von Gerhard Jüttner (Stellvertretender Vorsitzender der Naturfreunde Baden-Württemberg), IMI, Gesellschaft Kultur des Friedens, SDAJ, Friedensplenum und VVN-BdA und Liedern von und mit Hans Eitle.
und am Samstag, 8.April, Ostermarsch in Stuttgart: 12 Uhr, Kundgebung Schlossplatz, anschließend Demonstration und Abschlußkundgebung ca. 14.00h