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Stoppt den Krieg gegen Iran!

Die bereits geplante und angekündigte Kundgebung am Dienstag, 3. März 2026, 17.00h, Holzmarkt Tübingen, wird erweitert und auch den Krieg gegen Iran zum Thema machen und dagegen protestieren

Die Gesellschaft Kultur des Friedens verurteilt die völkerrechtwidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Dieser Krieg gefährdet die iranische Zivilbevölkerung und kann eine Eskalation in der gesamten Golfregion auslösen. Die unbewiesenen Behauptungen von US-Präsident Trump, der Iran stelle eine Gefahr für die USA dar, erinnern an die US-Behauptungen über Massenvernichtunsgwaffen im Irak, die sich als glatte Kriegslügen herausstellten. Ebenso die Behauptungen des israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu, der Iran stünde kurz vor der Atombombe, die von Seiten Netanyahus bereits seit zwanzig Jahren erhoben werden. Dieser Krieg Israels und der USA hat alleine einen Regime Change im Iran zum Ziel, so hat Trump das iranische Volk bereits aufgerufen, die Macht zu übernehmen. Die Verhandlungen mit dem Iran in Genf standen laut Omans Außenminister al-Bussaidi vor Abschluss eines Friedensabkommens, die nun torpediert werden. Offensichtlich haben die US-Administration gemeinsam mit Israel diesen Angriff seit Wochen vorbereitet, die Verhandlungen waren ein reines Instrument, um Zeit zu gewinnen und hatten nie ernsthaft ein Abkommen zum Ziel. Denn ein existierendes Nuklearabkommen mit dem Iran wurde ja 2018 von Trump selbst aufgekündigt.

Wir verurteilen die Doppelmoral der Bundesregierung und der EU, die diesen klaren Bruch des Völkerrechts offensichtlich akzeptieren und nicht verurteilen. Wir fordern die Bundesregierung auf, zum Völkerrecht zurückzukehren! Die US-Air Base Ramstein darf nicht als Kriegsdrehscheibe genutzt werden. Deshalb: Keine Überflugrechte und Landerechte für US-Flugzeuge, keine Nutzung deutscher Infrastruktur für diesen völkerrechtswidrigen Krieg, keine nachrichtendienstliche und logistische Kooperation bei der Kriegsführung, dies verstösst auch gegen das Grundgesetz, das eindeutig sagt, dass von deutschem Boden kein Krieg ausgehen darf!

Die bereits geplante und angekündigte Kundgebung am Dienstag, 3. März 2026, 17.00h, Holzmarkt Tübingen, wird erweitert und auch den Krieg gegen Iran zum Thema machen und dagegen protestieren!

Die Gesellschaft Kultur des Friedens sowie das Friedensplenum Tübingen, AK Palästina, Friedensmahnwache Tübingen rufen auf zur Kundgebung am Dienstag, 3. März 2026, 17.00h, auf dem Holzmarkt Tübingen, um gegen Baden-Württemberg als „Musterländle“ der Militarisierung zu demonstrieren, anlässlich der anstehenden Landtagswahlen. Die Friedensgruppen wenden sich gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen in die Rüstungsindustrie und steigende Rüstungsexporte, gegen die zivil-militärische Zusammenarbeit in der Bildung und im Gesundheitswesen, und gegen eine neue Wehrpflicht. Sie fordern stattdessen einen Rüstungskonversionsfonds und Investitionen in die soziale und klimafreundliche Zukunft von Baden-Württemberg.

Kundgebung, Dienstag, 3. März 2026, 17.00h, Holzmarkt Tübingen
„Frieden wählen statt Baden-Württemberg als „Musterländle“ der Militarisierung!“
Mit: Paul Schobel (ehem. Betriebsseelsorger), Heike Hänsel (Gesellschaft Kultur des Friedens), Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung (IMI), Redebeitrag Tübinger Bündnis gegen die Wehrpflicht. Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens, Friedensplenum Tübingen, AK Palästina, Friedensmahnwache Tübingen.

„Frieden wählen statt Baden-Württemberg als „Musterländle“ der Militarisierung!“

Kundgebung, Dienstag, 3. März 2026, 17.00h, Holzmarkt Tübingen
„Frieden wählen statt Baden-Württemberg als „Musterländle“ der Militarisierung!“
Mit: Paul Schobel (ehem. Betriebsseelsorger), Heike Hänsel (Gesellschaft Kultur des Friedens), Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung (IMI), Redebeitrag Tübinger Bündnis gegen die Wehrpflicht.

Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens, Friedensplenum Tübingen, AK Palästina, Friedensmahnwache Tübingen.

Frieden wählen statt Baden-Württemberg als „Musterländle“ der Militarisierung!
Anstatt ihrem verfassungsgemäßen Auftrag, nämlich dem Schutz der Bevölkerung, nachzukommen, überbietet sich die Landesregierung und viele baden-württembergische PolitikerInnen mit Forderungen nach einer umfassenden Militarisierung der Gesellschaft.
So fordert der jetzige MP Winfried Kretschmann (Grüne) den Ausbau „einer potenten Rüstungsindustrie im Südwesten“ und dass die „Technologieführerschaft der Anspruch in der gesamten Verteidigungswirtschaft sein müsse“. Für Winfried Kretschmann heisst Pazifismus heute „Aufrüstung“. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sieht uns zwar „nicht im Krieg, freilich auch nicht mehr richtig im Frieden“.
Um die Aufrüstung sicherstellen zu können, forciert die Landesregierung die zivil-militärische Zusammenarbeit auf den Feldern von Wissenschaft, Bildungseinrichtungen, und Wirtschaft. Als neuer „Jobmotor“ gilt nun die Rüstungsindustrie nachdem die Autoindustrie viele Arbeitsplätze streicht. Förderprogramme für „Innovationen“ stehen explizit auch den Unternehmen aus dem Bereich Sicherheit und Verteidigung offen.
Krieg beginnt hier: Die US-Militärstützpunkte EUCOM und AFRICOM in Stuttgart koordinieren völkerrechtswidrige Drohneneinsätze und US-Militärschläge in aller Welt. Rüstungsunternehmen in Baden-Württemberg wie Rheinmetall, Heckler&Koch, Hensoldt, Diehl Defence und die deutsche Tochter des israelischen Unternehmens Elbit Systems in Ulm liefern Waffen in Kriegsgebiete, wie zum Beispiel Ukraine oder Israel. Sie verlängern Tod und Leid der Bevölkerung und sind mitverantwortlich für israelische Kriegsverbrechen in Gaza, die auch vom IStGH strafrechtlich verfolgt werden.
Für den Truppentransport an die Ostflanke der NATO, also an die russische Grenze soll speziell Baden-Württemberg als Drehscheibe dienen. Dafür muss laut Kretschmann „die Infrastruktur ausgebaut werden und alle sind da gefragt bis hin zu Übungen an Schulen“. Das Militärstraßengrundnetz wurde bereits ausgearbeitet und das Landeskommando möchte mit der Bildungsministerin besprechen, welche Klasse im Kriegsfall in welchem Tunnel unterrichtet werden soll.
Die Regierung „sorgt“ sich darum, ob die Krankenhäuser angesichts schwindender Bettenzahlen vorbereitet wären, wenn Tausende Verwundete versorgt werden müssten.
Die Landespolitik ist also auf annähernd allen Ebenen in den Ausbau militärischer Strukturen federführend involviert. Gleichzeitig steht den Kommunen das Wasser bs zum Hals, werden soziale und kulturelle Ausgaben massiv gekürzt. Doch das kann nicht im Interesse der breiten Bevölkerung sein. Statt das Ländle kriegstüchtig zu machen, fordern wir eine friedensstiftende und soziale Politik für die Menschen in Baden-Württemberg!
Zum Beispiel durch:
Investitionen in zukunftsfähige zivile und klimafreundliche Arbeitsplätze anstatt in Rüstungsbetriebe, Aufbau eines Rüstungskonversionsfonds in Baden-Württemberg statt Waffen in alle Welt!
Beendigung der Zusammenarbeit von Bundeswehr und Bildungsministerium – kein Werben fürs Sterben! Stattdessen Friedenserziehung und zivile Konfliktlösung an die Schulen!
Keine Zwangsmusterung und Wiedereinführung der Wehrpflicht!
Beendigung der zivil-militärischen Zusammenarbeit von Bundeswehr und Krankenhäusern, mehr Geld für ein gutes, ziviles Gesundheitssystem!
Eine flächendeckende Zivilklausel an allen Universitäten in Baden-Württemberg, Forschen für das Leben statt für den Krieg!
Schließung der Kriegszentralen US-EUCOM und US-AFRICOM in Stuttgart und Umwidmung der Gebiete in bezahlbarem Wohnraum und Naherholung!

Vortrag: „Welche Zukunft für Israel und Palästina – und für die deutsche Erinnerungskultur?“

Im Rahmen der diesjährigen Friedensdekade:
Montag, 10. November 2025, 19:00 – 21:30 Uhr, Gemeindehaus Lamm, Marktplatz Tübingen
Eine Veranstaltung mit der Journalistin und Autorin Charlotte Wiedemann zum Thema:
Welche Zukunft für Israel und Palästina – und für die deutsche Erinnerungskultur?
Herzliche Einladung von Pax Christi Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit Gesellschaft Kultur des Friedens

Screenshot

3. Oktober: Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin „Nie wieder Kriegstüchtig – Stehen wir auf für Frieden!“

3. Oktober 2025, 13.00 Uhr, Schlossplatz Stuttgart

Mit Redebeiträgen in Stuttgart von:
Margot Käßmann (ehem. EKD-Ratsvorsitzende), Ulrike Eifler (Gewerkschaftssekretärin), Lothar Binding (Bundesvorsitzender der SPD AG 60 plus), Sevim Dağdelen (BSW) und Alev Bahadir (DIDF), Rihm Hamdan (Palästinenserin aus München), Vincent Leuze (Ver.di Jugend), Ronja Fröhlich (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“, SDAJ München) und Anthony Cipriano (VVN/BdA BaWü). Musikalische Begleitung: Toba Borke, Bernd Köhler & Joachim Romeis, S. Castro.

Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen in Berlin und Stuttgart:

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft.

Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut.
Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:
Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
Nein zur Wehrpflicht.
Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.
Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir wollen:
Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.
Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen.

Frieden braucht Bewegung!
Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!

„80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki – für eine Zukunft ohne Atomwaffen!“

Kundgebung am Mittwoch, 6. August 2025, 16.30h, Holzmarkt Tübingen

Mit Redebeiträgen von: Dr. Helmut Lohrer (IPPNW, International Councillor), Susanne Edel (Pfarrerin i.R., Aufbruch zum Frieden), Heike Hänsel (Gesellschaft Kultur des Friedens) u.a.
Musik von: Romeo Edel

Bereits von 10.00h – 12.00h organisiert die Friedensmahnwache Tübingen auf dem Holzmarkt einen Informationsstand, mit Infomaterial und der Einladung, Kraniche als Zeichen des Friedens zu falten.

Am 6. und 9. August 1945 zerstörten die USA mit zwei Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki – mit verheerenden, bis heute nachwirkenden Folgen. In Hiroshima starben etwa 140.000 Menschen bis Ende des Jahres 1945, in Nagasaki waren es 74.000 Menschen. Die Atombombenabwürfe markieren einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit – sie zeigten das unermessliche Zerstörungspotenzial nuklearer Waffen.
80 Jahre danach erinnern wir an das Leid der Opfer. Sie mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Weltweit gibt es weiterhin über 12.000 Atomwaffen. Auch in Deutschland, in Rheinland-Pfalz, sind etwa 20 US-Atombomben stationiert. Gleichzeitig werden neue Atombomber vom Typ F35 angeschafft und Debatten über europäische Atomwaffen vorangetrieben. Zudem plant die Bundesregierung ab 2026 auch atomwaffenfähige US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren.
Das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages in 2021 lässt uns trotzdem Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt schöpfen. Mittlerweile wurde der Vertrag bereits von 73 Staaten ratifiziert. 25 weitere Staaten haben ihn bereits unterzeichnet.
Wir müssen die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen! Deutschland muss diese UN-Initiative endlich aktiv unterstützen und dem Verbotsvertrag beitreten, als einen wichtigen Schritt hin zu einer atomwaffenfreien Welt!
Veranstalter: Initiative Aufbruch zum Frieden, Gesellschaft Kultur des Friedens, Friedensmahnwache Tübingen

Ein Abend anlässlich 100 Jahre MIKIS THEODORAKIS

Samstag, 12. Juli 2025, 17.30 Uhr im Clara-Zetkin-Haus, Stuttgart-Sillenbuch
Ein Abend anlässlich 100 Jahre Mikis Theodorakis
Vor 4 Jahren ist Mikis Theodorakis, einer der größten Musiker der Welt, gestorben. In diesem Jahr, anlässlich seines 100. Geburtstages, haben wir die Gelegenheit, einen genaueren Blick auf sein Leben zu werfen.
Theodorakis war nicht nur ein Komponist, sondern auch ein Künstler, der eine universelle Sprache geschaffen hat. Seine Werke werden sich über Jahrhunderte hinweg in das Gedächtnis der Gesellschaften einprägen und durch ihre tiefe emotionale Wirkung und ihre sozialen Botschaften eine einzigartige Spur in der Welt der Musik hinterlassen.
In dieser Veranstaltung werden wir über seine unvergesslichen Werke hinausgehen und tiefer in seine Weltanschauung eintauchen, die ihn und seine Werke geprägt hat. Das Leben von Theodorakis war nicht nur durch seine Musik geprägt, sondern auch durch seinen Kampf für Frieden, Freiheit und eine gerechte und ausbeutungsfreie Welt.
Durch die Erörterung seiner Kunst und seines tiefgreifenden Einflusses auf die Gesellschaft werden wir versuchen, Theodorakis musikalisches und soziales Erbe an die Menschheit heute besser zu verstehen.
Programm:
• Film (ca. 15 Min.) über Mikis Theodorakis
• Beitrag eines griechischen Genossen zu Leben und Wirken von Mikis Theodorakis
• Rede von Heike Hänsel zur Erinnerung an die von Theodorakis mitgegründete Gesellschaft „Kultur des Friedens“
• Musikalischer Beitrag von Nikos Hatziliadis
• Griechische Spezialitäten

Buchlesungen mit Daniela Dahn: „Der Schlaf der Vernunft“

Tübingen: Dienstag, 20. Mai 2025, 19.00h, Gemeindehaus Lamm, Marktplatz
Stuttgart: Donnerstag, 22.Mai 2025, 19.00h, Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20
(in Zusammenarbeit mit AK Frieden bei ver.di Stuttgart, Friedenstreff Stuttgart-Nord)

Die Tucholsky-Preisträgerin Daniela Dahn liest aus ihrem neuen Buch über die bedrängenden Schrecken der Gegenwart:
«Der Schlaf der Vernunft», benannte Francisco de Goya seine berühmte Radierung, «gebiert Ungeheuer». Die heutigen Ungeheuer sind so bedrohlich wie selten in der Geschichte: die Erosion der Demokratie von rechts und durch Fake News in den Debattenräumen, der Klimawandel, ein Krieg, der uns in eine weltumspannende Katastrophe reißen kann.
Sind die von uns gewählten Entscheidungsträger in einen Tiefschlaf der Vernunft gefallen? Jedenfalls halten sie nicht hinreichend Schaden von ihrem Volk ab, wozu sie sich verpflichtet haben. Sie versagen darin, eine Friedensordnung zu gewährleisten, das Kippen des Klimas zu verhindern, Fluchtursachen zu bekämpfen. Sie gehen ein Weltkriegsrisiko ein. Und nicht einmal den Ausgleich zwischen Ost und West bekommen sie hin. Alles, was passiert, ist Teil einer Reihe von Ursachen, lehrt uns Immanuel Kant. Deshalb ist es von größter Bedeutung, wo man bei einer Erzählung den Anfang setzt. Was geht einer «Zeitenwende» voraus? Und wie finden wir den Weg in ein vernünftiges politisches System mit Teilhabe für alle? Ein Weckruf in Zeiten des Albtraums.


80. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

8.Mai 2025, 15.00h, Gräberfeld X, Stadtfriedhof Tübingen:
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit Kranzniederlegung. Redebeiträge von Jonas Metten (Forschungsprojekt Gräberfeld X), Stadt Tübingen (angefragt), Jens Rüggeberg (VVN-BdA Tübingen), Martin Hank, Heike Hänsel (Gesellschaft Kultur des Friedens), Dorothee Maltasiadis.
Im Anschluss an das Gedenken wird an der Friedenslinde (siehe Fotos) auf dem Gräberfeld X eine Tafel „Erinnern für die Zukunft“ angebracht in Kooperation mit der Friedhofsverwaltung und dem Kulturamt Tübingen.


17.00h, Holzmarkt Tübingen, Kundgebung zu 80 Jahre Tag der Befreiung mit anschließender Demonstration
Redebeiträge u.a. von Martin Gross (Verdi Ba-Wü), Ismayil Arslan (Stellvertr. DGB-Vorsitzender Tübingen), Lothar Letsche (VVN-BdA Tübingen), Heike Hänsel (GKF), IMI Tübingen und weitere Beiträge.

20.00h, Martinskirche Tübingen, Frischlinstr. 35
„In Frieden leben“ – Gedenkveranstaltung zu » 80 Jahre Ende des II.Weltkrieges « mit Musik und Texten. Musik von Bach, Messiaen, Saint-Saens, Dähn, Kallinich.
Martina Trumpp, Violine – Friedemann Dähn, Cello – Jörg Kallinich, Glaspyramiden – Tabea Flath, Klavier, Orgel
Texte gelesen von Annette Burchard, Schauspielerin, Theaterpädagogin
Gastredner Holger Rothbauer, Anwalt, Rüstungskritiker, Friedenspreisträger
Veranstalter: Tübinger Kulturinitiative gegen Krieg, Militarisierung und Aufrüstung

Pflanzung der Friedenslinde am 8.Mai 1988 auf dem Gräberfeld X mit Mikis Theodorakis, Tschinigs Aitmatow, Christa Wolf, Walter Jens, Robert Jungk, Henning Zierock und Gerhard Bialas. Fotos: Hans Paysan, Stephan Zenke/Reutlinger GEA

„Friedensfähig statt Kriegstüchtig“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung und den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz, rufen auch Tübinger Friedensgruppen zur Kundgebung auf, am Samstag, 15. Februar, 13.30 Uhr, Holzmarkt Tübingen, unter dem Motto „Friedensfähig statt Kriegstüchtig!“. Mit Redebeiträgen von: Prof. Wolfgang Däubler (Rechtswissenschaftler), Susanne Büttner (Dekanin der ev. Gefängnisseelsorge Ba-Wü), Heike Hänsel (Gesellschaft Kultur des Friedens), Gisela Kehrer-Bleicher (VVN-BdA Tübingen), Maggie Paal (Gewerkschafterin) u.a. Veranstalter sind: Friedensplenum Tübingen, Gesellschaft Kultur des Friedens, Informationsstelle Militarisierung (IMI), Friedensmahnwache Tübingen, VVN-BdA Tübingen

Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Samstag, 15. Februar 2025, 13.30 Uhr Holzmarkt Tübingen
In den aktuellen politischen Auseinandersetzungen kurz vor der Bundestagswahl rückt die Frage von Krieg und Frieden in den Hintergrund.
Doch wir leben heute weltweit im gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gefahr, in einen atomaren Abgrund zu taumeln, wächst täglich.
Deshalb setzen wir uns für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen ein. Ebenso wenden wir uns gegen weitere Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und fordern von einer künftigen Bundesregierung endlich Initiativen für Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand sowohl im Nahen Osten als auch in der Ukraine zu ergreifen. Die in Deutschland rasant ansteigende Aufrüstung und Militarisierung vieler Lebensbereiche zu Lasten von Bildung, Gesundheit, Rente, Klimaschutz bedroht unsere soziale Sicherheit und verstärkt Ungleichheit und Spaltung im Land. Der wachsende Sozialabbau ist ein idealer Nährboden für das Erstarken rechter Einstellungen und Bewegungen.

Gemeinsam fordern wir:
* Stopp der geplanten Stationierung neuer US-Mittelstreckensysteme in Deutschland
* Dialog statt Aufrüstung: Neue Initiativen für gemeinsame Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und die Wiederaufnahme von Verhandlungen über Rüstungskontrolle.
* Rüstungswahnsinn stoppen: Wir benötigen neue Abrüstungsinitiativen statt der NATO-Aufrüstungspläne von bis zu 5% des BIP, d.h. ein Rüstungshaushalt von rund jährlich 200 Milliarden.
* Für den Stopp aller Rüstungsexporte in Kriegsgebiete, keine Taurus-Lieferungen an die Ukraine, keine Waffenlieferungen an Israel
* Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind
* Wehrpflicht nicht reaktivieren, Friedenserziehung in den Schulen statt Militärkunde
* Zivilklauseln verteidigen: ausschließlich zivile Forschung und Lehre an den Universitäten